So
18
Sep
2011
Die SGL Devils Damen bestritten am großen Heimspiel-Samstag, das vorerst letzte Spiel in der 1. Damenliga. Gegen die Duisburg Ducks zeigten die Devils eine gute Leistung und verabschiedeten sich mit viel Einsatz aus der obersten Damenliga.
Von Beginn an war klar, dass es für die Langenfelderinnen gegen die konditionell und spielerisch überlegenen Gäste aus Duisburg nur ein Ziel geben konnte: Es den Ducks so schwer wie möglich zu machen und mit viel Widerstand und konsquenter Defensiv-Arbeit so wenig Tore wie möglich zu kassieren. Auch dass dies für die mit 2 Reihen und Torhüterin Melanie Malewski aufspielenden Gastgeber vor allem eines bedeutete: Laufen, laufen, laufen.
Die Taktik von Trainer Dominik Kranz ging auf. Auch wenn die Duisburg Ducks direkt Druck auf das Tor der Devils machten, zeigten sich die Gastgeber unbeeindruckt. Stürmer und Verteidigerinnen blieben konsequent bei ihren Leuten und versuchten möglichst viele Angriffe der Ducks bevor diese in die gefährliche Zone vor dem Tor gelangen konnten, zu vereiteln. Zwar kamen die Ducks dennoch immer zu guten Chancen, die jedoch von Goalie Melanie Malewski bravourös abgewehrt wurden. Bis auf einen Treffer in der Mitte des ersten Drittels blieben die Ducks also erst einmal torlos. Langenfeld bekam nach einer 5-Minuten-Strafe gegen die Ducks sogar die Chance in Überzahl den Ausgleich zu erzielen, kurzzeitig spielten sie sogar wegen einer weiteren Hinausstellung 4:2. Hier zeigte sich allerdings die Klasse und Erfahrung der Duisburgerinnen, die ihre Unterzahl souverän hinunter spielten. Stattdessen gerieten die Devils wegen zwei Strafzeiten nun selbst in doppelte Unterzahl, doch auch die Gäste konnten daraus keinen zählbaren Nutzen ziehen. Zufrieden mit dem 0:1 gingen die Devils in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann wie das erste mit viel Druck seitens der Duisburg Ducks und viel Gegenwehr der Devils. Wiederum bekam Torhüterin Melanie Malewski ausreichend Gelegenheit sich auszuzeichnen. In der Mitte des Drittels konnten die Ducks die Abwehr der Devils erneut überwinden, kurz danach folgte ein unglücklich zu haltender Lupfer nach einem Schuss neben das Tor zum 0:3. Man merkte, dass die Kraft und Konzentration der Devils ein wenig nachließ. Duisburg wusste dies zu nutzen und in den Minuten 35. und 36. konnten sie den Spielstand auf 0:5 erhöhen, bevor die Devils wieder zu ihrem Spiel fanden. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die zweite Pause.
Voll motiviert gingen die Langenfelderinnen in das letzte Drittel, nicht nur des Spiels, sondern auch der Saison. Ziel war es weiterhin möglichst wenig Tore zuzulassen und vielleicht selbst noch den einen oder anderen Treffer zu erzielen. Trotz einiger Chancen - die Duisburgerinnen setzten den einzelnen Konterangriffen der Devils nicht mehr mit dem möglichen Biss nach, da der Sieg nicht mehr in Gefahr war – reichte es am am Ende nicht mehr zu einem Treffer der Langenfelder. Doch auch die Ducks kamen nur noch zu 2 weiteren Toren, da Spielerinnen und Goalie trotz drohender Ermüdungserscheinungen hellwach waren.
Insgesamt ein Spiel, mit dem die Devils durchaus zufrieden sein können. Trotz gewohnt körperbetonter Spielweise der Duisburg Ducks hielten die Devils gut dagegen und zeigten besonders in den ersten 30 Minuten des Spiels eine der besten Leistungen in der Saison. Duisburg hat das Spiel verdient gewonnen, wenn auch ein oder zwei Tore weniger dem Spielverlauf durchaus angemessen gewesen wären. Alle Spielerinnen haben während des gesamten Spiels konzentriert ihr Bestes gegeben, insbesondere Goalie Melanie Malewski, die von den Duisburgerinnen häufig geprüft wurde, war ein sicherer Rückhalt und glänzte durch sichere und reaktionsschnelle Abwehr. Fenja Giesler, die in der vergangenen Saison in der Juniorenmannschaft spielte, fügte sich ebenfalls sicher und mit guter Übersicht in das Spiel ein und war eine Bereicherung für der Defensivspiel der Langenfelderinnen.
In der kommenden Saison werden die Devils wieder in der 2. Damenliga starten und dabei auf neue Mannschaften und alte Bekannte treffen. In der Zwischenzeit gilt es,die Defizite, die sich in der
letzten Saison gezeigt haben aufzuarbeiten, als Team weiter zusammenzuspielen und sich mit Training, Spaß und Spiel auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. (Pina Meisel)